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Perspektiven 2030 · Schweiz

Welche Bauberufe haben in der Schweiz bis 2030 Zukunft?

Der Schweizer Bau- und Gebäudedienstleistungssektor durchläuft einen tiefen Wandel: Das Wachstum kommt nicht mehr vom Neubau, sondern von der energetischen Sanierung, der Dekarbonisierung und der Digitalisierung. Dieses Ranking gewichtet 50 Berufe nach Nachfrage, Wachstum, Resilienz und unternehmerischem Potenzial. Zuoberst: der Smart-Home-Integrator, der GEAK-Experte und der Wärmepumpen-Installateur. Im Hintergrund ein Mangel von 400 000 bis 800 000 Fachkräften bis 2030 und 168 000 KMU zur Übernahme — eine seltene Gelegenheit, einen Zukunftsberuf zu wählen, auszuüben oder zu erwerben.

Wie dieses Ranking entsteht

Jeder Beruf wird auf einer Skala von 1 bis 10 in vier gewichteten Dimensionen bewertet, die die realen Chancen im Schweizer KMU-Markt abbilden. Der Endwert (von 10) bestimmt den Rang.

Nachfrage · 30 %

Nachfrage

Das Volumen des Bedarfs. Die besten Noten erhalten Berufe, die durch zwingende gesetzliche Pflichten gestützt werden: Konformität, Ersatz fossiler Heizungen, obligatorisches Energieaudit.

Wachstum · 25 %

Wachstum

Die Expansionskurve. Berufe, die disruptive Technologie integrieren — Smart Home, Ladeinfrastruktur, Kreislaufmanagement —, schneiden überdurchschnittlich ab.

Resilienz · 20 %

Resilienz

Die Widerstandsfähigkeit gegen wirtschaftliche Schocks und Materialteuerung. Wartung, obligatorische Audits, Störungsdienst und Wasserschäden erzielen die besten Werte.

Unternehmertum · 25 %

Unternehmerisches Potenzial

Die Fähigkeit, bis 2030 ein rentables KMU zu gründen oder zu übernehmen: wiederkehrende Erträge, moderate Eintrittsbarrieren, Interesse von Investoren (Search Funds, Private Equity).

Die 50 strategischsten Berufe bis 2030

Vom Rohbau hin zur Gebäudetechnik, Energietechnik und Datenverwaltung: hier die vollständige Rangfolge der 50 Rollen mit den vier Dimensionen im Detail.

S1 Technologische & energetische Avantgarde S2 Kreislaufwirtschaft & Gebäudehülle S3 Sanierung & Innenausbau S4 Klimaanpassung & Nischen
#Beruf Nachfr.Wachst. Resil.Untern. WertSeg.
1Intégrateur Smart Home / Informaticien du bâtiment CFCGebäudeinformatiker/in EFZ10.010.09.09.59.675S1
2Consultant en efficacité énergétique · Expert CECB (GEAK)Energieberater/in · Experte GEAK9.510.09.010.09.650S1
3Installateur de pompes à chaleurHeizungsinstallateur/in EFZ (Wärmepumpen)10.010.010.08.59.625S1
4Installateur solaire photovoltaïque · SolarteurSolarteur/in · PV-Installateur/in10.09.58.59.59.450S1
5Installateur-électricienElektroinstallateur/in EFZ10.09.09.58.59.275S1
6Charpentier boisZimmermann/Zimmerin EFZ9.09.59.59.09.225S1
7Spécialiste en infrastructure de recharge (VE)Spezialist/in Ladeinfrastruktur (E-Mobilität)9.59.08.59.09.050S1
8Installateur sanitaire & plombierSanitärinstallateur/in EFZ10.08.59.58.09.025S1
9Conducteur de travaux rénovationBauführer/in Renovation9.59.09.08.59.025S1
10Technicien en automatisation du bâtimentGebäudeautomatiker/in · MSRL-Techniker/in9.59.09.08.08.900S1
11Gestionnaire de flux circulaires · Re-use coordinatorKreislauf-/Re-use-Koordinator/in8.010.08.09.58.875S2
12Couvreur & spécialiste PV intégréDachdecker/in EFZ (integriertes PV)9.09.09.08.58.875S2
13Spécialiste détection de fuites & dégâts d'eauLeckortung & Wasserschaden-Sanierung9.08.010.08.58.825S2
14Constructeur d'installations de ventilationLüftungsanlagenbauer/in EFZ9.58.59.08.08.775S2
15Spécialiste désamiantage & matériaux dangereuxAsbest-/Schadstoffsanierer/in9.08.09.58.08.600S2
16Paysagiste & spécialiste végétalisation urbaineGärtner/in EFZ (urbane Begrünung)8.58.08.59.08.500S2
17Inspecteur de sécurité électriqueElektro-Sicherheitsberater/in · Projektleiter/in9.08.09.08.08.500S2
18Expert en cybersécurité pour bâtiments intelligentsCybersecurity-Experte/in für Smart Buildings8.58.58.58.58.500S2
19Spécialiste récupération eaux de pluie & eaux grisesRegen-/Grauwassernutzung-Spezialist/in8.09.08.58.58.475S2
20Technicien maintenance éco-appareils (droit à la réparation)Servicetechniker/in Geräte (Reparatur)8.58.59.08.08.475S2
21Menuisier durable & ébénisteSchreiner/in EFZ (nachhaltig)8.08.09.09.08.450S2
22MaçonMaurer/in EFZ10.07.59.07.08.425S2
23Installateur de toitures vertes & jardins verticauxGründach- & Vertikalgarten-Installateur/in8.09.08.08.58.375S2
24Coordinateur BIM & jumeaux numériquesBIM-Manager/in · Digitale Zwillinge8.08.58.58.58.350S2
25Installateur fenêtres & vitrages hautes performancesFenster- & Hochleistungsverglasungs-Monteur/in8.58.09.07.58.225S2
26Plâtrier-constructeur à sec (isolation thermique)Gipser/in-Trockenbauer/in8.58.09.07.58.225S3
27Façadier & spécialiste isolationFassadenbauer/in EFZ (Dämmung)8.58.09.07.58.225S3
28Entrepreneur rénovation bien-être & salles de bainBad-/Wellness-Renovationsunternehmer/in8.07.58.58.58.100S3
29Installateur de systèmes d'irrigation intelligentsSmart-Bewässerungssystem-Installateur/in7.58.58.58.08.075S3
30Peintre écologique & expert en revêtementsMaler/in EFZ (ökologisch)7.57.58.59.08.075S3
31Assembleur de modules bois préfabriqués (off-site)Holzmodul-Monteur/in (Vorfabrikation)8.09.08.07.08.000S3
32Carreleur & poseur de pierre naturellePlattenleger/in EFZ8.07.08.58.57.975S3
33Ingénieur smart grid & stockage batterie résidentielleSmart-Grid- & Batteriespeicher-Ingenieur/in8.08.57.57.57.900S3
34Constructeur métalliqueMetallbauer/in EFZ8.07.08.58.07.850S3
35Poseur de sols & parquets durablesBodenleger/in · Parkett (nachhaltig)7.57.08.58.57.825S3
36Concierge / facility manager avec brevet fédéralHauswart/in mit eidg. FA · Facility Manager/in8.07.59.07.07.825S3
37Consultant en biodiversité & sols urbainsBiodiversitäts- & Stadtboden-Berater/in6.59.08.08.07.800S3
38Serrurier & spécialiste sécurité smart homeSchlosser/in · Smart-Home-Sicherheit7.57.59.07.57.800S3
39Ramoneur & auditeur des émissionsKaminfeger/in · Emissions-Auditor/in7.08.09.57.07.750S3
40ÉtanchéisteAbdichter/in EFZ8.07.58.57.07.725S3
41Spécialiste assainissement & réparation du bétonBetonsanierung-Spezialist/in8.07.09.07.07.700S4
42Spécialiste inspection par drone & imagerie thermiqueDrohnen-Inspektion & Thermografie7.08.08.08.07.700S4
43Expert lutte antiparasitaire & désinfection biologiqueSchädlingsbekämpfung & biologische Desinfektion7.57.59.07.07.675S4
44Grutier de constructionKranführer/in9.06.58.56.07.525S4
45Installateur de plafonds acoustiques & construction à secAkustikdecken- & Trockenbau-Monteur/in7.57.08.57.07.450S4
46Arboriste & spécialiste des soins aux arbresBaumpfleger/in · Arborist/in7.07.08.57.57.425S4
47Auditeur systèmes hydrauliques & prévention des refoulementsAuditor/in Hydrauliksysteme & Rückstauschutz7.07.58.57.07.425S4
48Ingénieur démolition & déconstruction sélectiveRückbau- & selektiver Abbruch-Ingenieur/in7.07.58.07.07.325S4
49Spécialiste assainissement des sols & géotechniqueBodensanierung & Geotechnik-Spezialist/in7.57.08.06.57.225S4
50Architecte d'éclairage résidentiel & rythme circadienLichtplaner/in Wohnbau · circadianer Rhythmus6.07.58.07.57.150S4

Jeder Beruf wird von 1 bis 10 in vier gewichteten Dimensionen bewertet (Nachfrage, Wachstum, Resilienz, Unternehmertum); der Endwert von 10 bestimmt den Rang. Der Name wird auf Französisch und, falls vorhanden, in der Schweizer Berufsbezeichnung (EFZ) angegeben.

Die vier Kräfte, die den Markt neu formen (G-E-R-T)

Die Nachfrage wird nicht mehr vom Neubauvolumen getrieben, sondern von der Optimierung, Verdichtung und Dekarbonisierung des Bestands. Vier Kräfte laufen zusammen.

G

Geopolitik & Demografie

Die Schweiz stützt sich auf über 400 000 Grenzgänger, doch bis 2030 wird ein Mangel von 400 000 bis 800 000 Fachkräften erwartet. 59 % der Baufirmen tun sich mit der Rekrutierung schwer; beim Maurer könnten bis 2040 31 % der Stellen unbesetzt bleiben. Berufe, die den Mangel durch Automatisierung und Vorfabrikation umgehen, erhalten einen Bonus.

E

Umwelt

Die Hitzewellen nehmen zu (MeteoSchweiz-Szenarien, Norm SIA 4028). Der Fokus verschiebt sich von den Betriebsemissionen zu den grauen Emissionen der Materialien und begünstigt Holz, Wiederverwendung und selektiven Rückbau.

R

Regulierung

Die MuKEn verbieten neue fossile Heizungen; das Stromgesetz schreibt Solar vor und schafft Lokale Elektrizitätsgemeinschaften; der GEAK wird beim Verkauf obligatorisch (VD, FR, NE) und ist Voraussetzung für Fördergelder. Das Gesetz schafft eine nahezu unelastische Nachfrage.

T

Technologie & Kreislauf

Die Revision des USG (2024) verankert die Kreislaufwirtschaft: Recycling geht der Deponie vor — bei 75 Millionen Tonnen Bauabfall pro Jahr. BIM und Plattformen wie Madaster verwandeln das Gebäude in eine Materialbank.

Betrachtung nach Segmenten

Segment 1 — Die technologische und energetische Avantgarde (Ränge 1–10)

Diese Berufe orchestrieren die Energiewende und monetarisieren die regulatorische Komplexität. Der Smart-Home-Integrator steht an der Spitze: Die Rentabilität einer Solaranlage hängt heute vom intelligenten Eigenverbrauchsmanagement ab. Die Ausbildung hat Mühe bei der Rekrutierung (rund fünfzig Lernende pro Jahr), daher extreme Knappheit und hohe Margen. Der GEAK-Experte wird zum regulatorischen «Türwächter»: Ein Audit für CHF 1 000–2 100 öffnet die Tür zu Sanierungen von CHF 50 000 bis 150 000. Wärmepumpen und Solar profitieren von 900 000 zu ersetzenden fossilen Heizungen.

Segment 2 — Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung der Gebäudehülle (Ränge 11–25)

Diese Berufe verwandeln den ökologischen Zwang in Wert. Der Kreislauf-Koordinator wird unverzichtbar, um an Kreislaufkriterien geknüpfte Ausschreibungen zu gewinnen. Dachdecker, Fassadenbauer und Gipser haben volle Auftragsbücher: Die Sanierungsrate der Gebäudehüllen stagniert bei 1,5 %/Jahr und muss sich beschleunigen. Die Asbestsanierung bleibt eine Nische mit hohen Barrieren (Ausbildungen, Ausrüstung, Suva-Konformität), die die Margen schützt.

Segment 3 — Die strategischen Handwerker der Sanierung (Ränge 26–40)

Der Neubau verlangsamt sich; die Aktivität verlagert sich in den Innenausbau des Bestands. Barrierefreie Bäder (alternde Bevölkerung), VOC-freie Farben, akustischer Komfort: Die Nachfrage ist stabil. Die Herausforderung des Handwerkers ist die Materialteuerung und die Digitalisierung von Offerten und Rechnungen zum Schutz der Margen. Der Facility Manager mit eidg. Fachausweis profitiert von hervorragenden wiederkehrenden Vertragserträgen.

Segment 4 — Klimaanpassung, Biodiversität und Nischen (Ränge 41–50)

Klimabedingte Chancen: Die Bewältigung des Hitzestresses wird zur zentralen städtischen Aufgabe. Biodiversität, Baumpflege, intelligente Bewässerung, Dachbegrünung und Regenwasserrückhalt sind Teil der kommunalen Richtpläne und werden öffentlich gefördert. Der Kaminfeger steht für Umschulung: von der Ölheizung zum Emissions-Audit und zur kontrollierten Lüftung.

Berufe unter Druck — das Maurer-Paradox

Nicht jeder stark nachgefragte Beruf ist eine gute Chance. Der Maurer weist eine maximale Nachfrage (10/10) auf, fällt aber auf Rang 22: Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll, erleidet nach der Lehre eine Abwanderung und könnte bis 2040 31 % unbesetzte Stellen verzeichnen. Ohne schützende regulatorische Barriere und ohne wiederkehrende Erträge stehen diese körperlich fordernden Berufe unter Margendruck, und ein Teil ihrer Last verlagert sich in die vorfabrizierte Modulmontage. Die Regel: Wert entsteht bei Berufen, die komplexe Systeme orchestrieren oder als «regulatorischer Türwächter» wirken — nicht durch reine Arbeitskraft.

Die unternehmerische Chance: die Nachfolgewelle

Ein Unternehmen von Grund auf zu gründen ist riskant: Kundengewinnungskosten und Fachkräftekampf. Der strategischste Weg ist die Übernahme eines bestehenden KMU. Die Schweiz steht an einem Wendepunkt: Rund 168 000 KMU — vor allem im Handwerk und in den Gebäudedienstleistungen — müssen bis 2030 den Eigentümer wechseln, da die Babyboomer in Rente gehen. Nur 3,5 bis 4,9 % der Erben wollen das Familienunternehmen übernehmen; über ein Drittel der Inhaber droht mangels Nachfolge zu schliessen. Ein Käufermarkt. Um den Wert zu maximieren (Multiplikatoren von 4× bis 10× EBITDA), werden drei Kriterien geprüft.

Kriterium 1

Wiederkehrende Erträge

«Projekt-für-Projekt»-Verträge werden abgestraft. 40 % des Umsatzes in jährliche Wartungsverträge umzuwandeln (Wärmepumpen, Energieoptimierung) maximiert den Bewertungsmultiplikator.

Kriterium 2

Führungsunabhängigkeit

Beruht das Auftragsbuch allein auf dem Netzwerk des Gründers, bricht der Wert bei seinem Weggang ein. Es braucht ein mittleres Management, das ohne ihn funktioniert (Schlüsselpersonenrisiko).

Kriterium 3

Kundendiversifikation

Kein Kunde sollte mehr als 20 % des Umsatzes ausmachen. Eine konzentrierte Kundschaft führt zu Abschlägen oder gestaffelten Zahlungen (Earn-outs) seitens der Investoren.

Finanzierungsmodell

Search Funds

Dieses Modell finanziert einen Übernehmer (18–24 Monate Suche), um ein KMU mit einem EBITDA von CHF 0,5–3 Mio. zu kaufen. Der Übernehmer wird CEO und erwirbt 20–30 % des Kapitals über Earn-outs. Ideal für Verkäufer, die ihr Unternehmen einer präsenten Führungsperson anvertrauen wollen.

Der rote Faden: digitalisieren, um zu überleben und zu verkaufen

Über alle Segmente hinweg dieselbe Schlussfolgerung: Das Gewinnerunternehmen von 2030 ist nicht mehr das reaktive Handwerks-KMU, das von seinem Chef abhängt und auf Störungsdienst ausgerichtet ist. Es ist eine datengesteuerte Dienstleistungsplattform: vorausschauende Wartung, digitalisierte Offerten und Rechnungen, pro Baustelle verfolgte Marge. Die Offert-Geschwindigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil — «ich verliere Kunden, weil ich nicht schnell genug offerieren kann» — und die Margentransparenz schützt die Rentabilität gegen die Materialteuerung. Sie erhöht zudem den Verkaufswert.

Genau hier hilft BuddyLeader. BuddyLeader ist das AI-Team der Schweizer Handwerksmeister: Sie diktieren, BUDDY berechnet die Offerte konform (MWST 8,1 %, QR-Rechnung) und deterministisch — der Preis wird nie erfunden — und Sie geben sie frei. Offerte in wenigen Minuten, Marge pro Baustelle sichtbar, Daten in der Schweiz gehostet (revDSG). So wird aus einem Handwerks-KMU ein rentableres und leichter übertragbares Unternehmen.

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Häufige Fragen

Welche Bauberufe haben in der Schweiz bis 2030 am meisten Zukunft?

Die strategischsten Berufe sind jene der Energiewende und der Digitalisierung: Smart-Home-Integrator (Gebäudeinformatiker EFZ), GEAK-Experte, Wärmepumpen-Installateur, Solar-/PV-Installateur und Elektroinstallateur. Sie profitieren von gesetzlichen Pflichten (Ende fossiler Heizungen, Solarpflicht, Energieaudits), die eine bis 2030 und darüber hinaus nahezu garantierte Nachfrage schaffen.

Welcher Beruf steht auf Platz 1 des Rankings 2030?

Der Smart-Home-Integrator (Gebäudeinformatiker/in EFZ) steht mit einem Wert von 9,675/10 an der Spitze. Seit 2026 begrenzt das Stromgesetz die Solar-Einspeisung auf 70 % und schafft Lokale Elektrizitätsgemeinschaften: Die Rentabilität einer Anlage hängt vom intelligenten Eigenverbrauchsmanagement ab. Die Ausbildung bringt nur rund fünfzig Lernende pro Jahr hervor — daher extreme Knappheit und hohe Margen.

Welche Bauberufe sind in der Schweiz bedroht oder unter Druck?

Körperlich fordernde Berufe ohne schützende regulatorische Barriere und ohne wiederkehrende Erträge stehen unter Margendruck und leiden an mangelnder Attraktivität — die Maurerei ist das Paradebeispiel. Die Nachfrage bleibt stark, doch die Abwanderung nach der Lehre und die Verlagerung zur vorfabrizierten Modulmontage schmälern das unternehmerische und das Wachstumspotenzial.

Warum ist der Maurer stark nachgefragt, aber schlecht platziert?

Der Maurer erhält eine Nachfrage von 10/10, fällt aber auf Rang 22. Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll und leidet an Abwanderung: Der Schweizerische Baumeisterverband prognostiziert bis 2040 31 % unbesetzte Maurerstellen. Ohne regulatorische Barriere und ohne wiederkehrende Erträge bleiben unternehmerischer Wert und Wachstum begrenzt — trotz kolossaler Nachfrage.

Gibt es einen Fachkräftemangel im Schweizer Bau?

Ja. Die Schweiz stützt sich auf über 400 000 Grenzgänger, doch bis 2030 wird gesamtwirtschaftlich ein Mangel von 400 000 bis 800 000 Fachkräften erwartet. Im Bau melden 59 % der Firmen grosse Schwierigkeiten, ihre Stellen zu besetzen. Dieser Mangel begünstigt Automatisierung, Vorfabrikation und Digitalisierung der Berufe.

Was ist der GEAK (CECB) und warum ist er strategisch?

Der GEAK (Gebäudeenergieausweis der Kantone, auf Französisch CECB) bewertet die Energieeffizienz eines Gebäudes. Er ist in den Kantonen Waadt, Freiburg und Neuenburg beim Verkauf obligatorisch und Voraussetzung für Fördergelder des Gebäudeprogramms (2023 wurden über 528 Millionen Franken ausbezahlt). Der GEAK-Experte wird zum regulatorischen «Türwächter»: Ein Audit für CHF 1 000–2 100 öffnet die Tür zu Sanierungen von CHF 50 000 bis 150 000.

Wie übernimmt oder kauft man ein Handwerks-KMU in der Schweiz (Nachfolge)?

Rund 168 000 Schweizer KMU, vor allem im Handwerk und in den Gebäudedienstleistungen, müssen bis 2030 den Eigentümer wechseln. Da nur 3,5 bis 4,9 % der Erben das Familienunternehmen übernehmen wollen, ist es ein Käufermarkt. Der empfohlene Weg: ein bestehendes KMU mit zertifizierten Mitarbeitenden und lokalem Kundenstamm anvisieren, das jedoch technologisch zurückliegt — und es dann modernisieren (digitalisierte Offerten, Wartungsverträge, GEAK, BIM).

Was ist ein Search Fund und wie funktioniert er?

Ein Search Fund finanziert einen Übernehmer während 18 bis 24 Monaten, um ein KMU mit einem EBITDA zwischen CHF 0,5 und 3 Millionen zu identifizieren, zu prüfen und zu kaufen — zu klein für Private Equity, zu teuer für einen individuellen Bankkredit. Der Übernehmer wird CEO und erwirbt schrittweise 20 bis 30 % des Kapitals über Leistungsmechanismen (Earn-outs). Das Modell breitet sich in der Schweiz rasch aus.

Wie macht man ein Handwerksunternehmen bis 2030 rentabler und leichter verkäuflich?

Drei von Käufern geprüfte Hebel: den Umsatz in wiederkehrende Erträge umwandeln (Wartungsverträge), ein vom Gründer unabhängiges Management aufbauen (Schlüsselpersonenrisiko senken) und die Kundschaft diversifizieren (kein Kunde über 20 %). In der Praxis führt dies über die Digitalisierung von Offerten und Rechnungen, die Margenverfolgung pro Baustelle und vorausschauende Wartung — was auch den Bewertungsmultiplikator erhöht (4× bis 10× EBITDA).

Was ist BuddyLeader?

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Nicht zu verwechseln

BuddyLeader hat keine Verbindung zu buddy.works (CI/CD-Plattform) oder anderen Produkten namens « Buddy ». BuddyLeader ist das AI-Team der Schweizer Handwerksbetriebe, herausgegeben von Living Scale Up (Lavaux, Waadt). Dieses Ranking ist eine unabhängige, prospektive Analyse zu Informationszwecken.

Hinweis. Dieses Ranking ist eine prospektive Analyse auf Basis öffentlicher Quellen und Marktprognosen (Schweiz, Horizont 2030). Es dient Informationszwecken und stellt weder eine berufliche, noch eine Laufbahn-, noch eine Finanz- oder Anlageberatung dar, noch eine Garantie für Einkommen oder Beschäftigung. Werte, Gewichtungen und Prognosen spiegeln eine Analysemethodik wider und können sich ändern. Die genannten Zahlen (Fachkräftemangel, KMU-Zahlen, Bewertungsmultiplikatoren) sind Grössenordnungen aus den angegebenen Quellen. Jede berufliche, unternehmerische oder Anlageentscheidung liegt allein in der Verantwortung der nutzenden Person, die qualifizierte Berater und die offiziellen geltenden Texte konsultieren sollte. Herausgegeben von buddyleader.com (ein Dienst von Living Scale Up).

Quellen & Methodik

Hauptquellen (prospektive Analyse; konsultieren Sie die geltenden offiziellen Texte):

Société Suisse des Entrepreneurs (SBV) · MétéoSuisse (SIA 4028) · HEV Schweiz (MuKEn) · VSE / Swissolar · GEAK.ch · Programme Bâtiments · Conseil fédéral (LPE) · Madaster · KMU.admin.ch (SECO) · SECO — Search funds · ScaleMetrics 2026.